Haarspray :-D

Nun, die meisten von euch, werden zum drucken die Opferplatte jeweils mühselig mit Kepton- oder PET-Band bekleben, damit das Bauteil auch darauf hält.

Auf dem Protos X400 drucken wir immer direkt auf der Keramikplatte. Wenn die sauber mit Bremsreiniger abgewischt wurde, ist es noch nie vorgekommen, dass der Druck nicht gehalten hat.

 

Zu Hause auf der Spiegelfliese von meinem Mendelmax habe ich mich dann jeweils während Stunden damit aufgehalten, das Kapton-Band möglichst blasenfrei aufzuziehen. Was mir, als nicht besonders geduldiger Mensch, kaum je gelungen ist. Und wenn, dann habe ich es mir sicher Minuten später wegen einer falsch kalibrierten Z-Achse gleich wieder mit dem Extruder aufgeschlitzt!

Über den Kollegen vom Teil3.ch bin ich auf die Haarspray-Methode aufmerksam geworden. Er hat dann auch gleich zwei getestet, wobei einer nicht funktioniert hat.
Ich bin dann auch gleich los und habe mir auch einen besorgt. Da ich aber im Stress war und keiner der beiden getesteten Sprays im Regal stand, habe ich mich spontan für einen der “extremen” Sorte entschieden.

Ich finde die Methode genial. Man sprüht einfach ein wenig Haarspray direkt aus der Dose auf die Opferplatte. Es ist eigentlich egal, ob die noch kalt oder schon warm ist.
Dann startet man den Druck und der erste Layer haftet 1A!

Der einzige Makel ist, dass der erste Layer eine leicht matte Oberfläche bekommt. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann stört mich das überhaupt nicht. Es kommt hier auch immer darauf an, wie viel Haarspray schon auf der Platte ist. Wenn man die immer wieder mit z.B. Fensterreiniger putzt, dann wird die Oberfläche nicht ganz so matt, wie wenn man einfach immer wieder drüber sprüht.

Bis jetzt habe ich meine Tests mit ABS durchgeführt, das hat einwandfrei funktioniert. Und ich weiss jetzt auch, dass sich das Bauteil bei ca. 85°C wieder zu lösen beginnt. So lasse ich das Bett nach dem Druckende nur noch bis da abkühlen und starte gleich wieder mit dem nächsten!

Vor einem neuen Druck sprühe ich meistens noch ein wenig nach, da die Haftkraft jeweils ein wenig nachlässt.

Übrigens soll das ganze auch auf Alu-Opferplatten funktionieren.

Und dann gibt es noch die, die 1/3 Bier mit 2/3 Isopropanol mischen und mit dem Pinsel auftragen 😉 Persönlich habe ich das bis jetzt noch nie getestet, aber wer da Erfahrung hat, kann sich gerne melden!

PS: PLA kann man ohne irgendetwas, direkt auf die geheitzte Glasplatte drucken.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


+ sieben = 12